Was sind Videos?

Videos sind Bilder, die in besonders schneller Abfolge nacheinander abgespielt werden, und dabei den Eindruck erzeugen, dass sich der Inhalt tatsächlich flüssig bewegen würde. Ein besonders anschauliches Beispiel für diese Idee ist das sogenannte Daumenkino, bei dem man Bilder auf mehreren aufeinander folgenden Seiten schnell mit dem Daumen durchblättert. Auch so bekommt man den Eindruck, der Inhalt würde sich bewegen. Im modernen Film werden dazu in Europa 25 Bilder pro Sekunde verwendet, da sich diese Anzahl als Standard bewährt hat. Aufgrund anderer Videokodierungen liegt diese Zahl in den USA bei etwa 30 Bildern pro Sekunde.

Es gibt zahlreiche Arten von Videos. Entstanden ist die Technologie im Bereich des Films, von denen wir heutzutage unzählige im Kino ansehen können. Bei der ersten Filmvorführung im Jahr 1895, deren Filminhalt lediglich darin bestand, wie ein Zug in einen Bahnhof einfährt, waren die Zuschauer geschockt, weil sie dachten, der Zug würde aus der Leinwand heraus direkt in den Saal fahren.


Original Title: L’Arrivée d’un Train à la Ciotat
Directors: Auguste and Louis Lumière
Year: 1895

In der Folge wuchs der Film zum vierten und modernsten Bereich der Kunst. Weitere wichtige Typen von Videos sind einfache Aufnahmen bestimmter Geschehnisse, um diese später anderen in möglichst realistischer Form zu zeigen, wie etwa in Nachrichtensendungen oder Dokumentationen. Außerdem gibt es seit mehreren Jahrzehnten Musikvideos, bei denen bekannte Songs durch Videoinhalte untermalt werden.

Auch im privaten Bereich werden Videos gemacht, beispielsweise Hochzeits- oder Urlaubsvideos. Heutzutage wird es aufgrund sinkender Preise immer mehr Menschen möglich, Videoaufnahmen zu machen. Schon mithilfe günstiger Digitalkameras, die eigentlich auf Fotografie ausgelegt sind, können oft Videos aufgenommen werden. Diese werden dann mithilfe digitaler Videoschnittprogramme am Computer bearbeitet und zu einem Film zusammengefügt.

Diese Art der Erstellung ist die heutzutage am häufigsten genutzte Methode: erst wird mit einer Kamera digital gefilmt und anschließend wird das Material im gleichen Format am Computer zusammengeschnitten. Bevor sich das digitale Filmen durchgesetzt hat, wurde analog gefilmt. Auch heute nutzen noch vereinzelte Regisseure diese Technologie, aufgrund hoher Kosten wird sie im privaten und semiprofessionellen Bereich jedoch nicht mehr verwendet. Der Videoschnitt wird jedoch in jedem Fall am Computer vorgenommen, da er sogenanntes non-lineares Schneiden ermöglicht, bei dem nicht zwingend in der Reihenfolge geschnitten werden muss, wie das Endprodukt später aussehen soll.